Ballade eines Emigranten
Wer in der Tat
am Ende fortgegangen,
wer es eigentlich
immer wieder angekündigt.
Wem damals nie jemand geglaubt.
Wer dachte, schlauer zu sein,
wer geblieben
der bezahlt jetzt dafür.
Wer, wie ich schon sagte,
einfach fortgegangen.
Nein,
noch ist er nicht gestorben.
Nun geht es ihmj
etzt viel besser
an einem ganz anderen Ort.
An wen
man sich im Dorf
noch manchmal
mit hämischem Lächeln
erinnert,
verbannt,
kein Vorbild für die anderen
Wer fortgegangen
und jetzt
doch
endlich
ein wenig fehlt.
Den man vielleicht
schon damals
nicht wirklich
verstanden.
Der sich
jahrelang vergebens
die Seele aus dem Leib
geschrieen.
Der sich
eines Tages
seine wenigen Dinge eingepackt
und unauffällig
davongemacht.
Der sich im Laufe der Zeit
Freunde wie Feinde
selbst ausgesucht
und nicht die
die ihm
in seinem Dorf
sozusagen schicksalhaft
zugeteilten.
Wer wirklich
nicht bleiben konnte,
einfach ein bisschen weiter
ist er gegangen.
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Den es
unter solchen Umständen
(und glaubt ihm, so war es wirklich)
eines Tages
plötzlich
nicht mehr gab.
Wer umgezoge
nund plötzlich auf ganz
ganz anderes Bezug nimmt.
Wer,
ehrlich,
im Grunde nur irgendwoanders
neu angefangen,
so
als wäre das möglich.
Er,
pass auf!
Er erinnert sich,
und wie
er sich erinnert!
Wer fortgegangen
gerade
um nicht
wie all die anderen
zu vergessen.
Wer
je weiter er weg
um so weniger
er vergißt.
Wer meist
geblieben für sich alleine
irgendwo
nur, um sich zu erinnern.
Wer
im Grunde genommen
nur eine neue
Atmosphäre
sucht.
Wer wie ein Wunder
sensibel geblieben,
während um ihn herum
geschossen wird.
Wer darauf besteht,
in diesem Chaos,
seinem wenn auch dünnen
Faden zu folgen.
[Giulio Bailetti]
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